Systemische Aufstellungen

FAQ / Häufig gestellte Fragen

Welche Themen eignen sich für eine systemische Aufstellung?

 

Eigentlich alle, z.B.: 

  • familiäre Themen, sowohl Herkunfts- (Eltern/Großeltern) als auch der Gegenwartsfamilie (Partner, Kinder, Freunde)

  • Entscheidungen, gerade die, die bedeutsam sind, oder irgendwie schwer fallen

  • Lebenssituationen, bei denen Sie sich Veränderung oder Begreifen wünschen.

  • Oder Emotionen, die sich wie ein roter Faden durch Ihr bisheriges Leben ziehen, und Sie wollen sie hinter sich lassen, bzw in erlöster Form leben können

  • Oder Erkrankungen, die überraschend, einschneidend oder langwierig sind

  • oder es gibt berufliche Themen können zB., die Werte innerhalb der Firma haben sich geändert, was zu einem inneren Konflikt führt.

   

Liegt eine psychische Instabilität vor, so möchte ich im voraus davon in Kenntnis gesetzt werden, nehmen Sie dazu bitte gerne telefonisch oder per Mail Kontakt auf.

 

 

Was ist systemisches Aufstellen? 

Dazu empfehle ich, ein oder zwei Bücher zu lesen, um einen Einblick zu bekommen, z.B. von Thomas Schäfer, Gunthard Weber, Bert Hellinger, Dietmar Pfennighaus und mehr.

 

 

Wie kann ich mir das vorstellen?

Gruppenaufstellung:

Jemand, der sein Anliegen zur Klärung mitbringt (Ratsuchende/r), sucht für sich einen Repräsentanten aus der Gruppe aus, dazu noch weitere Repräsentanten, die im Vorgespräch bestimmt oder „spontan“ ergänzend aufgestellt werden.

 

Es heißt Aufstellung, da der/die Ratsuchende alle Repräsentanten im Raum positioniert, sie also nach seinem Gefühl aufstellt. Dabei zeigt sich dann ein "Bild", durch das sich dann Verstrickungen oder Bindungen zeigen, die viele Generationen zurückgreifen können und bis zur jetzt-Zeit wirken. Ein Teil zeigt sich davon auf der bewussten Eben, der größte Teil aber auf der unbewussten Ebene, die dem kognitiven Wissen nicht zugänglich ist. Diese Verstrickungen werden in der Aufstellung gelöst. Dazu sind Schritte und lösende Sätze und Haltungen notwendig. Welche Schritte das sind, ergibt sich aus dem Prozess, der in sich auch die Lösung birgt, sie wird „nur“ ans Licht gebracht. 

 

Auch für Teilnehmer, die nicht als Repräsentanten gewählt werden, ist diese tiefe und berührende Arbeit erfahrbar und hilft eigene Themen mit zu bearbeiten.

 

Gruppen- oder Einzelaufstellungen:

Sie können sich für eine Aufstellung in der Gruppe oder als Einzelaufstellung anmelden. Prinzipiell rate ich zur Gruppenaufstellung, da hier die erlebte Erfahrung deutlicher ist. Dabei biete ich verdeckte Aufstellung an, in der die Repräsentanten nicht wissen, für wen oder was sie stehen.

 

 

Soll ich mit den anderen Familienmitgliedern anwesend sein? 

Das kommt darauf an .... . Manchmal ist es eher hinderlich, wenn andere Familienmitglieder bei der Aufstellung mit dabei sind. Anders ist es, wenn es um die Paarbeziehung geht, oder wenn Eltern für Kinder aktiv werden. Da ist es förderlich, wenn beide Partner oder Eltern da sind. Das gilt nicht grundsätzlich: sollte einer der beiden Aufstellungen komplett ablehnen, ist es besser allein mit dem Anliegen zu kommen. Es kommt dabei auch immer auf das Thema an.

In der Aufstellung selbst arbeite ich mit Repräsentanten, und löse ganz zum Schluss nur dann auch den Partner oder anderen Elternteil ein, wenn es für den Prozess gewinnbringend ist. Es kann aber auch sehr hilfreich sein, wenn es um die Beziehung zwischen den Betroffenen geht, allein mit einem Anliegen zur Beziehung zu kommen, da die Dynamik des Systems ja aufgedeckt und eine Lösung erarbeitet wird. Da es sich ohnehin in der Realität auswirkt, kann durch die Abwesenheit des anderen in der Ungebundenheit der Repräsentanten (ohne Vorbeeinflussung), eine Lösung auch schon mal leichter erreicht werden, Betroffene tun sich hingegen schwerer, wenn Hemmungen oder Vorstellungen den Prozess bremsen oder die Absicht der Missionierung vorliegt.

 

 

Was ist ein Stellvertreter? 

Ein Stellvertreter wird vom Ratsuchenden aus der Gruppe der Teilnehmer gewählt, indem er auf eine der Teilnehmer zugeht und fragt: „Würdest Du für … stehen?“ Der Stellvertreter hat keine Verbindung zum Ratsuchenden. Bejaht die Teilnehmer, so stellt der Ratsuchende diese Person auf.

 

 

Wieso brauche ich auch einen Stellvertreter für mich? 

Zum einen nimmt mir der Stellvertreter sehr viel Arbeit ab und ich darf Zeuge sein für mein eigenes Geschehen. Zum zweiten äußert der Stellvertreter ganz frei, was ihn am meisten bewegt. So kommen sehr schnell Einsichten oder Gefühle zum Vorschein, die wertfrei und unzensiert kommuniziert werden können. Zum Dritten, ist gerade bei Ratsuchenden, denen es sehr schwer fällt, Gefühle zu äußern, die Stellvertretung sehr erleichternd oder erlösend.

 

 

Muss ich als Stellvertreter besondere Fähigkeiten haben? Kann ich bei der Auswahl etwas falsch machen? 

Beides mal nein. Da keine schauspielerischen Fähigkeiten nötig sind, ist die Schwelle sehr niedrig. Es werden nur winzige Wahrnehmungen notwendig, wie z.B. ich stehe irgendwie nur noch wackelig, oder blicke nur eine Person an oder auf eine Stelle und nehme andere gar nicht war, oder habe Gefühle, die ich sonst nicht bei mir kenne. 

 

 

Wie positioniere ich die Stellvertreter? 

Nachdem die Stellvertreter vom Ratsuchenden ausgesucht sind, geht der Ratsuchende in die innere Sammlung und stellst einen Stellvertreter nach dem anderen so im Raum auf, wie es für sich für ihn stimmig anfühlt. Er führt ihn entweder an den Händen sanft an den Platz oder legt ihm Deine Hände auf die Schultern und führst ihn so dahin. Das Bild das dadruch entsteht, zeigt sich durch die Nähe und Distanz der Repräsentanten zueinander und der Blickrichtung, die sie einnehmen.

Dies Prinzip gilt auch bei der Arbeit mit Bodenankern. 

 

 

Wenn ich ein anderes Thema habe als die Familie, ist das auch für eine Aufstellung geeignet? 

Ja, Themen wie Erkrankungen, Arbeitssituationen, Gefühlszustände, berufliche Beziehung zu Kollegen, Wohnort-Entscheidung, Krankheiten, Arbeitskollegen, Berufsmöglichkeiten, haben hier Platz. Alles, was innerlich Deine Aufmerksamkeit bindet, kann aufgestellt werden..

 

 

Ich stehe zu sehr in der Öffentlichkeit, für eine Gruppenaufstellung. Was kann ich tun? 

In diesem Fall bietet sich eine Einzelaufstellung an. Hier arbeiten wir allein oder mit einer weiteren erfahrenen Person aus meinem Aufstellungsteam.

 

 

Was muss ich vorbereiten? 

Bitte warme Socken mitbringen ;-). 

Ja, noch ein paar Fakten sind ganz hilfreich: bei familiären Themen ist es gut zu wissen, welche Geschwisterfolge vorliegt, ob es in der nahen Verwandtschaft gehäufte/verfrühte Todesfälle gibt, welche Rolle der 2. Weltkrieg (oder kriegsähnliche Zustände)  in der Familie gespielt hat, ob es Verwandte außerhalb Deutschlands gibt und ein paar weitere Details, die wir im Vorgespräch klären.